Gedächtnistraining für Senioren: 12 Übungen kostenlos zum Ausdrucken

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Zwei Männer spielen draußen Schach

Gedächtnistraining für Senioren kann richtig Freude machen. Hier finden Sie 12 abwechslungsreiche Übungen. Alle sind kostenlos und zum Ausdrucken.

Sie können am Bildschirm üben oder auf Papier. Die Lösungen stehen gesammelt am Ende der Übungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • 12 Übungen: Wörter, Zahlen, Merken und Erinnern.
  • Viele Aufgaben können Sie direkt hier eintippen und prüfen.
  • Mit dem Druckknopf erhalten Sie alles auf Papier, die Lösungen auf einer eigenen Seite.
  • Dazu ein Wochenplan mit 10 bis 15 Minuten am Tag und Tipps für Gruppen.

Warum Gehirnjogging gut tut

Rätseln, Rechnen und Erinnern ist für viele Menschen ein schöner Teil des Tages. Es bringt Abwechslung und das gute Gefühl, etwas geschafft zu haben. In der Gruppe kommt man außerdem leicht ins Gespräch.

Auch Fachleute raten dazu, im Alter geistig aktiv zu bleiben. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit empfiehlt in seinem Faltblatt zur Demenzvorbeugung: geistig aktiv bleiben und Neues ausprobieren. Dort werden zum Beispiel ein Instrument oder eine neue Sprache genannt.

Wichtig ist dabei: Gedächtnistraining ist kein Heilmittel. Es kann Krankheiten nicht sicher verhindern. Sehen Sie die Übungen als das, was sie sind: eine angenehme Beschäftigung für den Kopf.

Am meisten bringt eine bunte Mischung. Wer immer nur Kreuzworträtsel löst, übt vor allem das Kreuzworträtsel. Deshalb wechseln sich unten Wort-, Zahlen- und Merkaufgaben ab.

12 Übungen zum Gedächtnistraining

So nutzen Sie die Übungen: Tippen Sie Ihre Antwort in das Feld. Sie sehen dann, ob sie stimmt. Groß- und Kleinschreibung spielen keine Rolle.

Manche Übungen haben kein festes Ergebnis. Dort gibt es kein Eingabefeld. Nehmen Sie dafür einfach Stift und Papier.

Übung 1: Wortkette

Der letzte Buchstabe eines Wortes ist der erste des nächsten. Wir beginnen mit Haus. Die Hinweise helfen Ihnen.

  1. Sie scheint am Tag vom Himmel (beginnt mit S):
  2. Graues Tier mit langen Ohren (beginnt mit E):
  3. Damit essen Sie Suppe (beginnt mit L):
  4. Sie gibt Licht auf dem Schreibtisch (beginnt mit L):
  5. Wasservogel, der quakt (beginnt mit E):
  6. Gefäß zum Wassertragen (beginnt mit E):
  7. Blume mit Dornen (beginnt mit R):

Lust auf mehr? Bilden Sie danach eine eigene Kette ab dem Wort Garten.

Übung 2: Wörter mit Anfangsbuchstaben

Finden Sie zu jeder Aufgabe drei Wörter. Nehmen Sie sich dafür je eine Minute Zeit.

  1. Obst oder Gemüse mit B
  2. Tiere mit K
  3. Vornamen mit M
  4. Dinge in der Küche mit T
  5. Berufe mit S

Übung 3: Kopfrechnen leicht

Rechnen Sie im Kopf, ohne Stift und Taschenrechner.

  1. 14 + 23 =
  2. 50 − 18 =
  3. 7 × 8 =
  4. 72 : 9 =
  5. 25 + 25 + 25 =

Übung 4: Zahlenreihen fortsetzen

Welche Zahl kommt als Nächstes? Suchen Sie die Regel.

  1. 2, 4, 6, 8, 10, …
  2. 1, 2, 4, 8, 16, …
  3. 100, 90, 80, 70, 60, …
  4. 1, 3, 6, 10, 15, …
  5. 5, 8, 11, 14, 17, …

Übung 5: Oberbegriffe finden

Wie heißt das gemeinsame Wort für diese Begriffe?

  1. Rose, Tulpe, Nelke:
  2. Hammer, Zange, Säge:
  3. Apfel, Birne, Kirsche:
  4. Tisch, Stuhl, Schrank:
  5. Karpfen, Forelle, Hecht:
  6. Juni, Juli, August:

Übung 6: Was passt nicht?

In jeder Reihe passt ein Wort nicht zu den anderen. Welches?

  1. Apfel, Birne, Karotte, Kirsche:
  2. Adler, Spatz, Karpfen, Amsel:
  3. Montag, Dienstag, März, Freitag:
  4. Hamburg, München, Wien, Köln:
  5. Gabel, Messer, Kamm, Löffel:

Übung 7: Wörter im Wort

Bilden Sie aus den Buchstaben von GARTENHAUS neue Wörter. Jeder Buchstabe darf nur so oft vorkommen wie im Ausgangswort. Schaffen Sie zehn Wörter?

Beispiel: GARTEN.

Übung 8: Silbenrätsel

Setzen Sie aus diesen Silben fünf Wörter zusammen. Jede Silbe wird genau einmal gebraucht.

BRIL – CHEN – FEE – GAR – KAF – KU – LE – TEN – TUNG – ZEI

  1. Hilft beim Lesen kleiner Schrift:
  2. Hier wachsen Blumen und Gemüse:
  3. Heißes Getränk am Morgen:
  4. Gibt es sonntags am Nachmittag:
  5. Liegt morgens im Briefkasten:

Übung 9: Einkaufsliste merken

Lesen Sie die Liste eine Minute lang in Ruhe. Decken Sie sie dann ab. Schreiben Sie auf, was Ihnen einfällt. Die Reihenfolge ist egal.

Brot · Butter · Äpfel · Kaffee · Seife · Tomaten · Käse · Zucker · Briefmarken · Blumen

Sieben oder mehr Dinge sind ein schönes Ergebnis. Tipp: Stellen Sie sich vor, wie Sie durch den Laden gehen.

Übung 10: Alphabet-Übung

Finden Sie zu jedem Buchstaben von A bis Z eine Stadt. Oder Sie nehmen Vornamen. Schwierige Buchstaben wie Q, X und Y dürfen Sie überspringen.

A … B … C … D … E … F … G … H … I … J … K … L … M … N … O … P … Q … R … S … T … U … V … W … X … Y … Z …

Übung 11: Erinnerungsfragen

Hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Denken Sie in Ruhe nach. Sie können die Antworten aufschreiben oder jemandem erzählen.

  1. Wie hieß die Straße, in der Sie als Kind gewohnt haben?
  2. Was gab es bei Ihnen früher sonntags zu essen?
  3. Wie hieß Ihre erste Lehrerin oder Ihr erster Lehrer?
  4. Wohin ging Ihre erste größere Reise?
  5. Welches Lied haben Sie in Ihrer Jugend gern gehört?
  6. Was war Ihr erster Beruf oder Ihre erste Arbeitsstelle?

Übung 12: Rückwärts buchstabieren

Schreiben Sie das Wort von hinten nach vorn. Sprechen Sie es dabei leise mit.

  1. HAUS:
  2. BLUME:
  3. GARTEN:
  4. KAFFEE:
  5. SONNTAG:
Lösungen anzeigen

Übung 1: Haus – Sonne – Esel – Löffel – Lampe – Ente – Eimer – Rose

Übung 2 (Beispiele): Banane, Birne, Bohne · Katze, Kuh, Kamel · Maria, Martin, Monika · Teller, Tasse, Topf · Schneider, Schreiner, Sekretärin

Übung 3: 14 + 23 = 37 · 50 − 18 = 32 · 7 × 8 = 56 · 72 : 9 = 8 · 25 + 25 + 25 = 75

Übung 4: 12 (Immer plus 2.) · 32 (Die Zahl wird jedes Mal verdoppelt.) · 50 (Immer minus 10.) · 21 (Es kommt erst 2 dazu, dann 3, dann 4, dann 5 – jetzt 6.) · 20 (Immer plus 3.)

Übung 5: Blumen · Werkzeug · Obst · Möbel · Fische · Monate (Sommermonate)

Übung 6: Karotte (Die Karotte ist Gemüse, der Rest ist Obst.) · Karpfen (Der Karpfen ist ein Fisch, die anderen sind Vögel.) · März (März ist ein Monat, die anderen sind Wochentage.) · Wien (Wien liegt in Österreich, die anderen Städte in Deutschland.) · Kamm (Der Kamm ist kein Besteck.)

Übung 7 (Beispiele): Garten, Haus, Hase, Rasen, Stern, Gast, Haut, Hut, Rat, Nest, Sauna, Natur

Übung 8: Brille · Garten · Kaffee · Kuchen · Zeitung

Übung 9: Vergleichen Sie mit der Liste oben.

Übung 10 (Beispiel Städte): Aachen, Berlin, Celle, Dresden, Essen, Frankfurt, Göttingen, Hamburg, Ingolstadt, Jena, Kiel, Leipzig, München, Nürnberg, Oldenburg, Potsdam, Quedlinburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Verden, Wiesbaden, Xanten, (Y: schwer), Zwickau

Übung 11: Ihre eigenen Erinnerungen.

Übung 12: SUAH · EMULB · NETRAG · EEFFAK · GATNNOS

Was die Übungen beim Gedächtnistraining fordern

Jede Übung spricht eine etwas andere Fähigkeit an. Das macht die Mischung abwechslungsreich.

  • Wortschatz: Wortkette, Anfangsbuchstaben, Alphabet-Übung und Wörter im Wort. Hier suchen Sie nach passenden Wörtern.
  • Logik und Ordnung: Oberbegriffe, Was passt nicht? und Zahlenreihen. Hier erkennen Sie Regeln und Gruppen.
  • Rechnen: Kopfrechnen hält den Umgang mit Zahlen frisch. Das hilft auch an der Kasse.
  • Merken: Die Einkaufsliste fordert das Kurzzeitgedächtnis.
  • Konzentration: Rückwärts buchstabieren und Silbenrätsel verlangen genaues Hinsehen.
  • Erinnern: Die Erinnerungsfragen holen alte Bilder hervor. Oft kommen dabei schöne Geschichten zutage.

Häufige Fragen

Ist das Gedächtnistraining für Senioren wirklich kostenlos? Ja. Sie können alle Übungen auf dieser Seite nutzen und so oft ausdrucken, wie Sie möchten.

Wie lange sollte ich üben? 10 bis 15 Minuten am Tag sind ein guter Anfang. Hören Sie auf, wenn Sie müde werden. Es soll Freude machen.

Was tun, wenn ich eine Aufgabe nicht schaffe? Das ist völlig in Ordnung. Legen Sie die Übung beiseite und versuchen Sie es am nächsten Tag. Oft fällt die Antwort dann ganz von selbst ein.

Kann ich die Übungen in der Gruppe verwenden? Ja, gern. Weiter unten finden Sie Tipps für den Seniorentreff und die Tagespflege.

So holen Sie mehr aus den Übungen heraus

  • Üben Sie lieber kurz und regelmäßig als selten und lange.
  • Suchen Sie sich eine ruhige Zeit ohne Fernseher oder Radio.
  • Lassen Sie sich Zeit. Es geht nicht um Geschwindigkeit.
  • Machen Sie eine Übung, die Ihnen schwerfällt, ruhig zweimal pro Woche.
  • Schreiben Sie das Datum auf Ihr Blatt. So sehen Sie später Ihre Fortschritte.

Wird es Ihnen zu leicht? Dann verändern Sie die Aufgaben. Nehmen Sie bei der Einkaufsliste zwölf statt zehn Dinge. Oder buchstabieren Sie längere Wörter rückwärts.

Wochenplan: 10 bis 15 Minuten am Tag

Dieser Plan verteilt die Übungen auf eine Woche. Jeden Tag kommen zwei Aufgaben dran. Danach können Sie von vorn beginnen.

  • Montag: Wortkette (Übung 1) und Kopfrechnen (Übung 3)
  • Dienstag: Anfangsbuchstaben (Übung 2) und Zahlenreihen (Übung 4)
  • Mittwoch: Oberbegriffe (Übung 5) und Einkaufsliste merken (Übung 9)
  • Donnerstag: Was passt nicht? (Übung 6) und Rückwärts buchstabieren (Übung 12)
  • Freitag: Wörter im Wort (Übung 7) und Silbenrätsel (Übung 8)
  • Samstag: Alphabet-Übung (Übung 10), gern mit einem neuen Thema
  • Sonntag: Erinnerungsfragen (Übung 11), am besten im Gespräch mit Familie oder Freunden

Ein Tag Pause ist kein Problem. Machen Sie einfach am nächsten Tag weiter.

Tipps für Gruppen im Seniorentreff und in der Tagespflege

Die Übungen eignen sich gut für eine Gruppenstunde. Drucken Sie die Seite aus und verteilen Sie die Blätter. Eine Stunde reicht für vier bis fünf Übungen.

  • Einstieg mit Erinnerungsfragen: Jede Person erzählt kurz. Das lockert die Runde auf.
  • Wortkette im Kreis: Jede Person sagt ein Wort. Der nächste Teilnehmer macht weiter.
  • Alphabet als Gemeinschaftsaufgabe: Die Gruppe sammelt zusammen Städte von A bis Z. Schreiben Sie die Lösungen groß auf ein Flipchart.
  • Einkaufsliste vorlesen: Die Leitung liest langsam vor. Alle schreiben danach auf, was sie behalten haben.
  • Ohne Wettbewerb: Loben Sie jeden Beitrag. Niemand muss vor der Gruppe vorrechnen.

Achten Sie auf große Schrift und genug Licht. Wer schlecht sieht oder hört, sitzt am besten nah bei der Leitung.

Gedächtnistraining zu Hause und mit der Familie

Auch zu zweit machen die Übungen Spaß. Enkel können zum Beispiel die Zahlenreihen stellen. Großeltern erzählen dafür bei den Erinnerungsfragen von früher.

Sie können eigene Aufgaben erfinden. Nehmen Sie Wörter aus der Zeitung für das Rückwärts-Buchstabieren. Oder rechnen Sie beim Einkaufen den Preis im Kopf zusammen.

Wann zum Arzt?

Vergessen ist bis zu einem gewissen Grad ganz normal. Merken Sie oder Ihre Angehörigen aber, dass das Gedächtnis deutlich nachlässt? Dann sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt. Übungen ersetzen keine ärztliche Untersuchung.

Tipp

Drucken Sie die Übungen mit dem Druckknopf aus. Die Lösungen landen dabei auf einer eigenen Seite. So können Sie das Lösungsblatt beiseitelegen und erst am Ende nachsehen.

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