Handytarif für Senioren: So finden Sie den passenden Vertrag

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SIM-Karten und Auswurfwerkzeug

Viele ältere Menschen zahlen für ihr Handy deutlich zu viel – oft für einen alten Vertrag, der seit Jahren unverändert weiterläuft. Dabei gibt es heute günstige Tarife, die genau zur eigenen Nutzung passen. Wer nur ab und zu telefoniert, braucht etwas anderes als jemand, der täglich WhatsApp-Videoanrufe macht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Prüfen Sie zuerst, wie Sie Ihr Handy wirklich nutzen.
  • Prepaid ist ideal für Wenig-Nutzer: volle Kostenkontrolle, keine Vertragsbindung.
  • Eine Allnet-Flat mit wenigen GB Datenvolumen reicht den meisten Menschen.
  • Monatlich kündbare Tarife sind oft kaum teurer als 24-Monats-Verträge.

Schritt 1: Den eigenen Bedarf ermitteln

  • Nur Telefonieren und SMS: Ein günstiger Prepaid-Tarif oder ein Tarif mit wenigen Freiminuten reicht.
  • WhatsApp-Nachrichten und ab und zu Fotos: 1 bis 3 GB Datenvolumen pro Monat genügen meist.
  • Regelmäßige Videoanrufe, Videos und Mediatheken unterwegs: 5 GB und mehr.
  • Zu Hause im WLAN: Was über WLAN läuft, verbraucht kein Datenvolumen. Wer überwiegend zu Hause surft, kommt mit wenig Volumen aus.

Praxistipp

Wie viel Datenvolumen Sie verbrauchen, sehen Sie im Handy: Android unter Einstellungen → Verbindungen → Datennutzung, iPhone unter Einstellungen → Mobilfunk. Setzen Sie die Statistik zurück und schauen Sie nach einem Monat nach.

Prepaid oder Vertrag?

  • Prepaid: Sie laden Guthaben auf und telefonieren, bis es verbraucht ist. Keine Rechnung, keine Überraschungen. Viele Prepaid-Tarife enthalten heute ebenfalls Flatrates, die alle vier Wochen verlängert werden.
  • Laufzeitvertrag (24 Monate): Manchmal mit Handy „für 1 Euro“. Rechnen Sie aber immer die Gesamtkosten über zwei Jahre aus – oft ist es günstiger, das Handy separat zu kaufen.
  • Monatlich kündbare Tarife: Flexibel und meist nur wenig teurer. Gut, wenn sich der Bedarf ändern könnte.

Netz und Anbieter

In Deutschland gibt es drei große Mobilfunknetze: Telekom, Vodafone und O2 (Telefónica), dazu das neue Netz von 1&1. Daneben gibt es viele günstige Anbieter, die eines dieser Netze nutzen – sogenannte Discounter, z. B. die Handytarife von Aldi, Lidl oder Congstar. Wichtig ist, welches Netz an Ihrem Wohnort gut funktioniert. Fragen Sie Nachbarn nach ihren Erfahrungen oder sehen Sie sich die Netzabdeckungskarten der Anbieter an.

Kostenfallen vermeiden

  1. Drittanbietersperre einrichten lassen: Dann können keine unerwünschten Abos über die Handyrechnung abgerechnet werden. Ein Anruf beim Anbieter genügt.
  2. Sondernummern (0900, 0137) meiden – sie sind teuer und meist nicht in Flatrates enthalten.
  3. Roaming: In der EU telefonieren Sie zu denselben Bedingungen wie zu Hause. In Ländern wie der Schweiz oder der Türkei kann es aber teuer werden. Schalten Sie dort mobile Daten im Zweifel aus.
  4. Alte Verträge prüfen und kündigen. Seit 2022 sind Verträge nach Ablauf der Mindestlaufzeit monatlich kündbar.

Achtung

Vorsicht bei Anrufen, in denen Ihnen ein „neuer, günstigerer Tarif“ Ihres Anbieters angeboten wird. Manchmal stecken unseriöse Vertriebsfirmen dahinter. Sagen Sie am Telefon nichts zu und lassen Sie sich das Angebot schriftlich schicken.

Spezielle Seniorentarife?

Einige Anbieter haben Tarife mit Namen wie „Senior“ oder „Best Ager“. Sie sind nicht automatisch günstiger. Vergleichen Sie diese Tarife immer mit normalen Angeboten über ein Vergleichsportal oder lassen Sie sich in einer Verbraucherzentrale beraten.

Häufige Fragen

Kann ich meine Telefonnummer mitnehmen?

Ja. Beim Wechsel können Sie Ihre Rufnummer zum neuen Anbieter mitnehmen. Das beantragen Sie beim neuen Anbieter; die Kosten beim alten Anbieter sind gesetzlich gedeckelt.

Was ist eine eSIM?

Eine fest eingebaute digitale SIM-Karte. Statt eine Karte einzulegen, scannt man einen QR-Code. Funktioniert gut, ist aber für Einsteiger etwas umständlicher.

Brauche ich 5G?

Für die meisten Menschen nicht. 4G/LTE reicht für WhatsApp, Videoanrufe und Internet völlig aus.

Titelbild: Pascal / Pexels

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