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Online-Banking sicher nutzen: Die 10 wichtigsten Regeln

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Seniorenpaar nutzt gemeinsam einen Laptop

Keine Wege zur Filiale, keine Überweisungsträger: Mit Online-Banking erledigen Sie Bankgeschäfte bequem von zu Hause. Viele Menschen haben trotzdem Bedenken – zu Recht, denn Betrüger versuchen immer wieder, an Zugangsdaten zu kommen. Wer ein paar Regeln beachtet, ist aber sehr gut geschützt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ihre Bank fragt nie per Telefon, Mail oder SMS nach PIN oder TAN.
  • Lesen Sie vor jeder TAN-Freigabe genau, was Sie freigeben.
  • Nutzen Sie die offizielle Banking-App oder tippen Sie die Adresse der Bank selbst ein.
  • Bei Verdacht: Sperr-Notruf 116 116.

So richten Sie Online-Banking ein

  1. Fragen Sie bei Ihrer Bank nach dem Zugang für Online-Banking. Oft geht das am Schalter, telefonisch oder in der App.
  2. Sie bekommen per Post einen Anmeldenamen und eine Start-PIN.
  3. Wählen Sie ein TAN-Verfahren. Üblich ist heute eine App (z. B. „S-pushTAN“ bei Sparkassen oder „SecureGo plus“ bei Volks- und Raiffeisenbanken) oder ein kleines Lesegerät für die Bankkarte (chipTAN).
  4. Melden Sie sich zum ersten Mal an und ändern Sie die Start-PIN in eine eigene.

Praxistipp

Wenn Sie sich mit dem Handy unsicher fühlen, ist ein chipTAN-Lesegerät eine gute Wahl. Damit erzeugen Sie die TAN mit Ihrer Bankkarte, ganz ohne App. Viele Banken bieten das Gerät für wenige Euro an.

Die 10 wichtigsten Sicherheitsregeln

  1. PIN und TAN gehören nur Ihnen. Kein Bankmitarbeiter, kein Polizist und kein Techniker fragt danach.
  2. Lesen, bevor Sie freigeben. Die TAN-App zeigt Betrag und Empfänger. Steht dort etwas, das Sie nicht beauftragt haben: abbrechen!
  3. Keine Links aus Mails oder SMS. Öffnen Sie Ihre Bank immer über die App oder ein selbst angelegtes Lesezeichen. Mehr dazu: Phishing-Mails erkennen.
  4. Auflegen bei Anrufen „von der Bank“, in denen Sie etwas freigeben, bestätigen oder „zurückbuchen“ sollen – und unter der Nummer auf Ihrer Bankkarte zurückrufen.
  5. Gerät aktuell halten. Installieren Sie Updates für Handy, Computer und Banking-App.
  6. Bildschirmsperre einschalten. Ihr Handy sollte mit PIN, Fingerabdruck oder Gesicht gesperrt sein.
  7. Kein Banking im öffentlichen WLAN, etwa im Café oder Hotel. Nutzen Sie dort lieber die mobile Datenverbindung.
  8. Limits festlegen. Bitten Sie Ihre Bank um ein Tageslimit für Überweisungen, z. B. 1.000 Euro.
  9. Kontoauszüge regelmäßig ansehen. Unbekannte Abbuchungen fallen so schnell auf.
  10. Immer abmelden, wenn Sie fertig sind.

Achtung

Eine besonders perfide Masche: Ein angeblicher Bankmitarbeiter ruft an, warnt vor einer „verdächtigen Abbuchung“ und bittet Sie, eine TAN zur „Stornierung“ freizugeben. In Wahrheit geben Sie damit eine Zahlung an die Betrüger frei. Die angezeigte Nummer kann dabei sogar die echte Nummer Ihrer Bank sein.

Wenn doch etwas passiert ist

  1. Rufen Sie sofort den Sperr-Notruf 116 116 oder Ihre Bank an und lassen Sie Online-Banking und Karten sperren.
  2. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
  3. Notieren Sie alles: Uhrzeit, Telefonnummern, was Sie eingegeben haben.

Häufige Fragen

Ist die Banking-App sicherer als die Website?

Beides ist sicher, wenn Sie die offizielle App bzw. die richtige Adresse verwenden. Die App hat den Vorteil, dass Sie nicht versehentlich auf einer gefälschten Seite landen.

Darf mein Sohn für mich Online-Banking machen?

Teilen Sie keine Zugangsdaten. Sinnvoller ist eine Kontovollmacht, die Sie bei Ihrer Bank einrichten. Dann bekommt Ihr Sohn einen eigenen Zugang.

Was ist eine Echtzeitüberweisung?

Das Geld ist innerhalb von Sekunden beim Empfänger. Praktisch – aber auch für Betrüger. Eine solche Zahlung lässt sich kaum zurückholen.

Titelbild: Marcus Aurelius / Pexels

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