Fake-Shop erkennen: So prüfen Sie einen Online-Shop vor dem Kauf

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Laptop, Kreditkarte und Einkaufswagen beim Online-Shopping

Die Kaffeemaschine kostet nur die Hälfte, der Shop sieht professionell aus – doch nach der Zahlung kommt nie ein Paket. Sogenannte Fake-Shops gibt es tausendfach im Internet. Sie tauchen besonders vor Weihnachten und bei Trendprodukten auf. Mit ein paar einfachen Prüfungen schützen Sie sich zuverlässig.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ungewöhnlich niedrige Preise sind das häufigste Warnsignal.
  • Wenn am Ende nur Vorkasse per Überweisung möglich ist: Finger weg.
  • Prüfen Sie Impressum, Bewertungen und die Internetadresse.
  • Der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale prüft Shops kostenlos.

Die 7 wichtigsten Warnzeichen

  1. Preise weit unter dem Marktpreis. Vergleichen Sie den Preis mit bekannten Händlern. Ein Unterschied von 30 bis 70 Prozent ist verdächtig.
  2. Nur Vorkasse. Fake-Shops bieten oft verschiedene Zahlungsarten an – doch beim Bestellen ist plötzlich nur noch Überweisung möglich.
  3. Merkwürdige Internetadresse. Etwa ein Elektronikshop unter „gartenfreunde-mueller.de“ oder Adressen mit vielen Bindestrichen und Endungen wie .shop oder .top.
  4. Fehlendes oder fehlerhaftes Impressum. In Deutschland muss jeder Shop Name, Anschrift und Kontaktdaten angeben. Fehlt das oder steht nur ein Postfach im Ausland dort, ist Vorsicht geboten.
  5. Gefälschte Gütesiegel. Ein echtes Siegel (z. B. Trusted Shops) ist anklickbar und führt zu einem Zertifikat. Ein bloßes Bild ist wertlos.
  6. Keine oder nur überschwänglich gute Bewertungen. Suchen Sie im Internet nach „Shopname + Erfahrungen“.
  7. Holprige Sprache in Texten und Geschäftsbedingungen, oft automatisch übersetzt.

Schritt für Schritt: Shop prüfen in fünf Minuten

  1. Kopieren Sie die Internetadresse des Shops.
  2. Öffnen Sie den Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale (verbraucherzentrale.de/fakeshopfinder) und fügen Sie die Adresse ein.
  3. Suchen Sie bei Google nach dem Shopnamen und dem Wort „Erfahrungen“ oder „Betrug“.
  4. Schauen Sie ins Impressum: Gibt es eine echte Adresse? Eine Telefonnummer?
  5. Legen Sie Ware testweise in den Warenkorb und prüfen Sie, welche Zahlungsarten am Ende wirklich angeboten werden.

Praxistipp

Bezahlen Sie bei unbekannten Shops lieber per Rechnung, Lastschrift, Kreditkarte oder PayPal mit Käuferschutz. Bei diesen Zahlungsarten können Sie Ihr Geld im Betrugsfall oft zurückholen – bei einer Überweisung fast nie.

Vorsicht auch bei Werbung in sozialen Netzwerken

Viele Fake-Shops werben auf Facebook oder Instagram mit „Räumungsverkauf“ oder „Geschäftsaufgabe“ – manchmal sogar mit Bildern bekannter Kaufhäuser oder Prominenter. Klicken Sie nicht auf solche Anzeigen, sondern suchen Sie den Händler selbst über eine Suchmaschine.

Bereits bezahlt? Das können Sie tun

  • Überweisung: Rufen Sie sofort Ihre Bank an. Ist das Geld noch nicht beim Empfänger, kann die Bank die Zahlung manchmal zurückholen.
  • Lastschrift: Sie können eine Lastschrift innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen zurückbuchen lassen.
  • Kreditkarte: Bitten Sie Ihre Bank um ein sogenanntes Chargeback (Rückbuchung).
  • PayPal: Melden Sie den Fall im Konfliktlösungszentrum.
  • Erstatten Sie in jedem Fall Anzeige bei der Polizei und bewahren Sie Bestellbestätigung, Screenshots und Mails auf.

Häufige Fragen

Ist ein Shop mit „https“ und Schloss-Symbol sicher?

Nein. Das Schloss bedeutet nur, dass die Verbindung verschlüsselt ist. Auch Fake-Shops haben das heute fast immer.

Woran erkenne ich ein echtes Impressum?

Es nennt einen vollständigen Firmennamen, eine Postanschrift, eine E-Mail-Adresse und meist eine Handelsregisternummer. Sie können die Firma zusätzlich im Internet suchen.

Sind Marktplätze wie Amazon oder eBay sicherer?

Meist ja, weil dort Käuferschutz gilt. Bezahlen Sie aber immer über die Plattform selbst und nie per Überweisung an einen Verkäufer außerhalb.

Titelbild: Nataliya Vaitkevich / Pexels

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